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Tristan oder Isolde

Ein Pastiche von CapriConnection

2005 inszenierte Christoph Marthaler «Tristan und Isolde» in Bayreuth. Im Sommer 2012 fällt der letzte Vorhang. In einer abenteuerlichen Aktion rettet die Regieassistentin Anna Sophie Mahler Einzelteile von Anna Viebrocks Bühnenbild vor der Verschrottung. Es sind für sie noch zu viele Fragen offen. Wo Bayreuth aufhört, fängt sie mit ihrer Schweizer Theatergruppe CapriConnection an: Als Abgesang auf die romantische Liebe lotet sie in ihrem Stück «Tristan oder Isolde» den Spannungsraum zwischen Oper und dokumentarischem Theater, zwischen Professionalität und Dilettantismus, zwischen Ende und Neubeginn aus.

Sieben Jahre ist es her, seit Christoph Marthalers umstrittene Kultinszenierung Tristan und Isolde bei den Bayreuther Festspielen Premiere feierte. An seiner Seite Anna-Sophie Mahler als Regieassistentin. Sechs Sommer reist sie danach allein zum Grünen Hügel, um das Ritual der jährlichen Wiederaufnahme szenisch zu leiten. Im August 2012 geht die letzte Aufführung über die Bühne, das tonnenschwere Bühnenbild von Anna Viebrock wird dem Verschrotter übergeben. Aber sieben Jahre sind eine lange Zeit, die man nicht so einfach über Bord wirft. Es sind noch zu viele Fragen offen, zu viele Zweifel angebracht. Wo Bayreuth aufhört, fängt die Schweizer Theatergruppe CapriConnection an: In einer abenteuerlichen Rettungsaktion werden Bühnenbildteile des ersten Aktes nach Zürich transportiert. Anna Viebrocks Bühne wird zum Erinnerungsraum. In Form eines Pastiches erzählen und singen CapriConnection in Tristan oder Isolde von Sehnsucht und Leidenschaft in einer rationellen Welt, von den Schwierigkeiten, den Richtigen oder die Richtige zu finden, von Momenten geflügelter Zweisamkeit, aber auch vom gesellschaftlichen Nutzen der Zweierbeziehung und vom Missbrauch romantischer Gefühle durch die Ökonomie.

 

Von und mit Susanne Abelein, Duri Bischof, Benjamin Brodbeck, Boris Brüderlin, Christiane Dankbar, Benny Hauser, Rahel Hubacher, Anna-Sophie Mahler, Kris Merken, Boris Nikitin, Florian Olloz, Damian Rebgetz, Nic Tillein, Thomas Winkler, Stefan Wirth

Eine Koproduktion mit Festspiele Zürich, Gessnerallee Zürich, Kaserne Basel

Mit freundlicher Unterstützung durch Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Fachausschuss Theater und Tanz beider Basel, Stanley Thomas Johnson Stiftung

Veranstaltung

Datum
20.06.2013
Uhrzeit
20:00 Uhr
Veranstaltungsort
Gessnerallee Zürich
Organizer
Gessnerallee Zürich
Typ
Theater
CHF 16

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